Eine bewundernswerte Frau,
die ihren Traum Schriftstellerin zu werden verwirklichte:
ASTRID LINDGREN
Sie erinnern sich wohl auch an Film - und Buchfiguren wie:
Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Madita.
Ins Leben "geschrieben" hat sie Astrid Lindgren - am 14. November 1907 in Schweden geboren.
Ihre Kindheit hat sie selbst als besonders glücklich beschrieben.
Nach ihrem Schulabschluss im Jahre
1924 arbeitete sie eine Zeit lang bei einer Zeitung. Während dieser Lebensphase wurde sie mit 18 Jahren, unverheiratet schwanger,
was zu damaligen Zeiten von der Gesellschaft kaum toleriert wurde. Sie war aber trotzdem nicht bereit, den
Vater ihres Kindes zu heiraten und machte eine Ausbildung zur Sekretärin in Stockholm.
Dort fand sie Unterstützung bei der Anwältin Eva Anden, die sich für die rechte junger Frauen einsetzte.
Ihre erste Stellung trat sie in der schwedischen Buchhandelszentrale an. Ihre Bewerbung war kurz und überzeugend: "Nehmen Sie mich! Ich bin sehr reif für eine Neunzehnjährige!"
Später lernte sie dann ihren Ehemann Sture Lindgren kennen, den sie mit 23 Jahren heiratete und brachte 1924 ihre Tochter Karin zur Welt.
Für ihre Tochter erfand sie die Geschichten über Pippi Langstrumpf, als Karin krank im Bett lag und sich den lustigen Namen ausgedacht hatte.
Erst 1944 aber schrieb sie das Manuskript dazu, das sie ihrer Tochter zum 10.Geburtstag schenkte.
Die Geschichte der frechen Pippi wurde bei einem schwedischen Verlagshaus abgelehnt, der Verlagschef meinte, "er könne sich vorstellen was passieren würde, wenn kleine Kinder sich
dieses Mädchen zum Vorbild nähmen."
Astrid Lindgren hatte also Spaß am Schreiben entdeckt und so schrieb sie ein zweites Kinderbuch, mit dem sie sich bei einem
anderen Verlag bewarb und überraschte die Jury, die erstaunt war, als sie erfuhr, dass das Buch von einer "ganz gewöhnlichen Hausfrau"
verfasst wurde.
Durch diese Anerkennung bestärkt schrieb sie das Pippi-Manuskript um und - siehe da - stürmte die Herzen der Leser.
Im Herbst 1949 erschien das erste Pippibuch auch in Deutschland und bildete den Anfang des Kinderbuchprogrammes von Astrid Lindgren im
Friedrich - Oetinger - Verlag.
Allein in Deutschland tragen unzählige Schulen den Namen der bekannten schwedischen Autorin, die sich zeitlebens
aktiv für Menschenrechte, insbesondere auch für die Rechte der Kinder und den Tierschutz einsetzte.
Kritisch und besorgt verfolgte sie außerdem die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen.
1978 hielt sie zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels eine viel beachtete Rede, in der sie insbesondere zur gewaltfreien
Erziehung von Kindern aufforderte.
Ihr 90.Geburtstag wurde in Schweden wie ein Nationalfeiertag begangen.
Astrid Lindgren starb im Alter von 94 Jahren - am 28. Jänner 2002 - nach einem mehr als erfüllten Leben.
Abgesehen von anderen unzähligen Auszeichnungen erhielt sie den
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels(1978)
den Ehrenpreis des Alternativen Nobelpreises(1994)
und wurde 1999 zur "Schwedin des Jahrhunderts" gewählt.
Quellenangabe: Elisabeth Kober, die Autorin dieses Artikels, hat dieses Kurzporträt aus der freien Enzyklopädie "Wikipedia" zusammengestellt.
Mehr dazu bei WIKIPEDIA.
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