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mit:
MARTINA
Operations Manager
ledig
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Martina N. arbeitet im S c h i f f s m a n a g e m e n t und gibt Einblicke in den Berufsalltag einer Operations Managerin. Monika Petanovitsch hat zum nachfolgenden Interview eingeladen.
<Monika Petanovitsch (MP):  Du bist im Südburgenland aufgewachsen, weit und breit keine größeren Gewässer in Sicht, wie bist du "auf's Schiff" gekommen ?
Martina N. (MN): Einige meine Lehrer auf dem Tourismus-Kolleg in Bad Gleichenberg hatten bereits auf Schiffen gearbeitet. Sie haben mich durch ihre Erzählungen auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht. Außerdem sagten sie zu uns: "Wenn ihr etwas sehen und die weite Welt kennen lernen möchtet, dann nützt die Zeit eurer Jugend und geht auf ein Schiff".
<MP: Wie hat deine Berufslaufbahn auf dem Schiff begonnen?
MN: Ich habe mich bei einer Schiffslinie beworben, war aber eine von ca.800 BewerberInnen (auf diesem Kreuzfahrtschiff hatte auch schon einer unserer Lehrer gearbeitet).
Dann kam der Anruf doch überraschend als es hieß, wenn ich den Job möchte, kann ich in zwei Tagen in San Francisco einchecken. Nach kurzer Beratung mit meinen Eltern entschloss ich hinzufliegen und ging somit für 5 Monate auf mein erstes Schiff.
<MP: Das klingt ja sehr spannend, aber welche Aufgaben haben dich erwartet ?
MN: Vorerst hatte ich einige Schwierigkeiten mich auf dem riesigen Schiff, das 900 Gäste fasst, zu orientieren. In den ersten vierzehn Tagen waren zusätzlich die Trainingseinheiten für die Sicherheitsmaßnahmen zu absolvieren. Meine Arbeit als Barkellnerin machte mir große Freude - bei sechs verschiedenen Bars auf dem Schiff, war genügend Abwechslung garantiert.
Dabei darf man nicht vergessen, die Arbeitszeit auf dem Schiff beträgt bis zu zehn Stunden am Tag und das sieben Tage die Woche. Meine Devise lautete "DURCHHALTEN"!
<MP: Welche Voraussetzungen sollte man generell mitbringen? Welche Sprachkenntnisse ?
MN: Offenheit, Fleiß, Ausdauer, Freundlichkeit und mann sollte psychisch stabil sein. Als Fremdsprache ist Englisch ausreichend.
<MP: Wie würdest du die Vor- bzw. Nachteile der Arbeit auf dem Schiff gegenüber der auf dem Festland beurteilen ?
MN: Vorteile sind
- man sieht viel von der weiten Welt
- lernt viele Leute kennen
- es ist eine in sich geschlossenen Gemeinschaft auf dem Schiff
- man kann viel Geld verdienen
Nachteile könnten sein
- es besteht die Gefahr, dass man den Sinn für die Realität verliert
- man verliert den Kontakt zu Freunden daheim
- bei Heimatbesuchen, findet man schwer einen gemeinsamen Gesprächsstoff
z.B.: Freunde erzählen über den letzten coolen Discobesuch, wo man nicht dabei war - und selbst könnte man über den Einkaufsbummel in New York berichten, wo die Freunde nicht dabei waren.
Gott sei Dank hat sich die Technik der Kommunikation in den letzten Jahren verbessert und per Internet und Handy ist es leichter den Kontakt nach Hause zu halten.
<MP: Du warst weitere 2 Jahre mit einer anderen Schiffslinie unterwegs, welche Eindrücke hast du noch mitgebracht ?
MN: Ich war außerdem im Frontoffice und als Barmanager im Einsatz. Bemerkenswert ist, wenn man längere Zeit auf Schiffen gearbeitet hat, ist das Interesse nicht mehr so groß, an jedem Anlegeplatz eine Besichtigung mitzumachen.
Wobei mir ein Ausflug unvergessen bleibt: Der in Südost-Asien gelegene Staat "MYANMA" (vormals Birma) - die atemberaubende schöne Landschaft und der Flug über die Pagodenpaläste - im krassen Gegensatz dazu, die angrenzenden armseligen Dörfer der Einheimischen.
Ein ganz wesentlicher Aspekt des "Globetrotters": man kann viel dazulernen - von anderen KULTUREN, von unterschiedlichsten MENSCHEN, man erfährt und lernt TOLERANZ.
<MP:
Jetzt arbeitest du bei der Firma IHS-Schiffsmanagement als Operations Manager - wie sieht hier dein Berufsalltag aus ?
MN: Die Struktur einer Schiffslinie ist, vereinfacht dargestellt, in drei Bereiche gegliedert: d.h. in NAUTIK, REISEVERANSTALTER u. HOTELBEREICH. Die Aufgabe unserer Firma ist es, den Hotelbereich zu führen.
Für vier von acht Schiffen bin ich für den reibungslosen Ablauf des Hotelbetriebes verantwortlich. Administrative Tätigkeiten erledige ich von unserem Büro in Salzburg aus, spezielle Probleme auf den Schiffen - mit Personal, Restaurant, Küche, Warenverwaltung, usw., - muss ich vor Ort organisieren. So pendle ich zwischen Salzburg - Venedig - Amsterdam - Donau - Kroation - hin und her.
<MP: Dein Aufgabenbereich ist sehr vielfältig und dementsprechend stressig ?
MN: Die Berufserfahrung meiner verschiedenen Tätigkeiten auf den Kreuzfahrtschiffen ist sehr hilfreich. Natürlich, wenn man wie ich Perfektionistin ist, läuft man Gefahr seinem Körper zu wenig Pausen zu gönnen.
<MP: Wie lässt sich dieser Job mit Familie vereinbaren ?
MN: Ich habe einen Freund der in der gleichen Firma beschäftigt ist, somit können wir die Freizeit einigermaßen gemeinsam planen.
Zum Beispiel, eine Familie mit Kindern wäre in dieser Position sicher nicht leicht zu bewältigen, wenn nicht Großeltern oder andere Personen zeitweise für die Betreuung zur Verfügung stünden.
<MP: Wenn sich jemand für die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff interessiert, was kannst du empfehlen ?
MN: Vorerst eine solide Grundausbildung machen, die vorher erwähnten Grundeinstellungen beherzigen und solange man jung und dynamisch ist - offen auf alles zugehen.
Ich nehme gerne Job-Bewerbungen für meine Firma entgegen, am besten unter der Internet-Adresse: IHS Management GmbH oder meiner Kontakt Adresse.
Diese Routen habe ich bei meiner Arbeit auf Kreuzfahrtschiffen bereits zurückgelegt!
Ich bedanke mich für das Gespräch und hoffe, dass wir allen Interessierten einen kleinen Einblick in das Berufsbild der Operationsmanagerin im Schiffsmanagement geben konnten.
Monika Petanovitsch
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